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wachsende Torfmoose binden CO2 - Foto: Janette Hagedoorn-Schüch

Der Landkreis Stade ist einer der moorreichsten Landkreise Niedersachsens. Der Anteil der Moorböden und anderer organischer Böden liegt bei über 20% der gesamten Kreisfläche. Die größten Flächen davon nehmen Hoch- und Niedermoore ein. 

Hochmoore bestehen zu 90 % aus Wasser, das extrem nährstoffarm und sehr sauer ist. Sie sind ausschließlich auf Niederschlagswasser angewiesen und werden daher als Regenmoore bezeichnet. 

Nur wenige hochspezialisierte Tier- und Pflanzenarten kommen hier vor. Dazu zählen der Moorfrosch, die Moorlilie, die Hochmoor-Mosaikjungfer, der Sonnentau und vor allem Torfmoose. 

Während sie wachsen, nehmen sie Kohlendioxyd (CO2) aus der Luft auf und binden es langfristig im Torf. Dadurch speichern nasse Moore sehr viel CO2, mehr als alle Wälder zusammen.

Das Hohe Moor erkunden

Gebietsfaltkarte Hohes Moor

(7.13 MB)

Das Hohe Moor bei Oldendorf ist ein Naturschutzgebiet mit einer Flächengröße von 783 Hektar. Torfmoose habe diese Landschaft geformt, die sich über 6.000 Jahre entwickelt hat.

Erst vor gut 200 Jahren entdeckten die Menschen das Moor für sich. Sie zogen tiefe Gräben und bauten mit dem Spaten Torf ab. Dadurch trocknete das Regenmoor aus. 

2001 bis 2006 wurde das Hohe Moor wieder renaturiert.

Hochmoorpflanzen wie Sonnentau und Torfmoose vermehren sich wieder und sogar der Kranich ist als Brutvogel zurückgekehrt. 

Ein Besuch im Gebiet ist empfehlenswert!



Typische Hochmoorarten - angepasst an diesen extremen Lebensraum 

Kranichpaar mit Jungvogel - typischer Brutvogel in Hochmooren - Foto: Hans-Joachim Schaffhäuser Moorlilien wachsen auf nährstoffarmen sauren Böden - Foto: Gerd-Michael Heinze Kreuzotter beim Sonnenbaden - Foto: Linnea Schüch Mittlerer Sonnentau fängt mit seinen klebrigen Tropfen Insekten - Foto: Gerd-Michael Heinze Moorfroschhochzeit - nur während der Paarungszeit sind die Männchen blau gefärbt. - Foto: Hans-Joachim Schaffhäuser