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Titelbild (symbolisch)
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Storchenbestand mit neuem Rekord in 2025

Umkämpftes Storchennest - Foto: Hans-Joachim Schaffhäuser

Erstmals seit über 60 Jahren waren wieder mehr als 100 Storchennester im Kreisgebiet besetzt. "Ein neuer Rekord“, sagt Gert Dahms, Storchenbetreuer im Landkreis Stade.

Insgesamt waren in 2025 107 Nester besetzt. Die Bestandserhebungen von Dahms zeigen auch, dass davon 79 Storchenpaare erfolgreich gebrütet haben. 140 Jungvögel wurden flügge.

Interessanterweise brüten ein Drittel aller Storchenpaare entlang der Oste. Dort finden die Altvögel genügend Nahrung für ihre Jungen. Allein in Brobergen sind sechs Nester zu finden. An drei Standorten davon siedelten sich die Störche neu an.

Drochtersen ist allerdings mit elf Nestern die storchenreichste Gemeinde im Landkreis. Dort, in der Nähe der Elbe, kam es zu einer Neuansiedlung. Die anderen zehn Niststandorte waren bereits seit einigen Jahren besetzt.

Störche sind vor allem ihrem Nest treu, weniger dem Partner. Denn obwohl es im Kreisgebiet diverse unbesetzte Nisthilfen gibt, kommt es an den ‚beliebten‘ Neststandorten immer wieder zu Storchenkämpfen. 

Lange Zeit zogen die Störche Richtung Süden in ihre Überwinterungsgebiete in Afrika. Mittlerweile gibt es viele Störche, die nicht so weit fliegen. Sie überwintern in Spanien oder Portugal. Diese Störche kehren häufig schon im Februar zu uns in den Landkreis zurück. 


Zu jedem der 107 Niststandorte gibt es  spannende Informationen, Fotos und alle wichtigen Daten

Der aktuelle Storchenbestand ist abrufbar als interaktive Karte im Geoportal

Zur Begrüßung klappern die Störche. - Foto: Hans-Joachim Schaffhäuser

Nahrungssuche im Grünland - Foto: Hans-Joachim Schaffhäuser

Storchennest auf einer alten Eiche - Foto: Janette Hagedoorn-Schüch

Zwei Störche stehen klappernd auf einem Nest. Ein Vogel wirft den Kopf zurück, der andere hält den geöffneten Schnabel in die Luft.

Zwei klappernde Störche auf dem Nest - Foto: Hans-Joachim Schaffhäuser

Innerhalb der Systematik der Vögel wird unser heimischer Weißstorch der Ordnung der Schreitvogel (Ciconiiformes), der Familie der Störche (Ciconiidae) und der Gattung der Eigentlichen Störche (Ciconia) zugeordnet.

Weltweit gibt es in der Familie der Störche in sechs Gattungen insgesamt 19 verschiedene Arten.

In Deutschland kommt jedoch neben dem Weißstorch nur noch eine zweite Art vor, der Schwarzstorch (Ciconia nigra).


Kennzeichen

  • Stehend etwa 80 Zentimeter hoch,
  • 2600 bis 4400 Gramm schwer.
  • Flügelspannweite bis zu 2,20 Meter,
  • Schnabellänge 14-19 Zentimeter.

Das Gefieder des Weißstorchs ist weiß, nur Schwungfedern und Teile der Oberflügeldecken sind schwarz. Der Schnabel und die langen Beine sind rot gefärbt. Im Flug streckt der Weißstorch seinen Hals gerade nach vorn (Unterschied zu Graureiher!). Die Geschlechter sind nur sehr schwer zu unterscheiden: der Schnabel des Männchens ist meist etwas länger und stärker. Jungvögel sind nach dem Ausfliegen nur während der ersten Wochen noch durch ihren schwärzlichen Schnabel von den Altvögeln zu unterscheiden.

Alter: Ältester Ringfund 35 Jahre. Durchschnittsalter 8-10 Jahre.

Stimme:

Charakteristisch ist das Klappern, mit dem die Störche sich gegenseitig begrüßen und Feinde vom Nest fernhalten. Häufig wird das Klappern von einer Art Fauchen begleitet. Ansonsten sind keine Lautäußerungen bekannt.

Verhalten:

Störche im Segelflug haben eine Flügelspannweite bis zu 2,20 Meter© Rene Kleingünther
Tagaktiv. Segelt nach Möglichkeit, der Ruderflug ist eher schwerfällig, Nahrungserwerb im Gehen.

Nistplatztreue. Das Männchen trifft meistens vor dem Weibchen ein und besetzt möglichst das Nest vom Vorjahr. Dabei kann es zu heftigen Kämpfen mit Rivalen um das Nest kommen.

Zwei Störche auf einer Grünlandfläche suchen nach Nahrung

Störche bei der Nahrungssuche - Foto: Hans-Joachim Schaffhäuser

Der Weißstorch lebt in offenen Landschaften wie Feuchtgrünland, Flussniederungen mit periodischen Überschwemmungen sowie extensiv genutzten Wiesen und Weiden. In Südeuropa und Nordafrika kommt er auch in Trockengebieten vor.

Ein Altstorch benötigt etwa 700g Futter, während die Jungstörche sogar bis zu 1500g zu sich nehmen.

Seine Beutetiere sammelt der Storch beim Überschreiten der Wiese, beim Durchwaten von Gräben oder lauernderweise vor Mäuse- oder Maulwurfslöchern. Die Beute wird mit der Schnabelspitze ergriffen, hochgeworfen und nach dem Auffangen verschluckt.

Eine wichtige Nahrungsquelle für den Storch stellen neben Regenwürmern, mit denen hauptsächlich die Jungstörche gefüttert werden, auch Heuschrecken, Frösche und insbesondere Mäuse dar.